Modetrends ändern sich so rapide, dass der Verbraucher immer mehr und öfter einkauft. Da die Nachfrage nach neuer Mode stetig wächst, bringen viele Unternehmen monatlich oder sogar wöchentlich neue Kollektionen heraus. Die Massenproduktion dieser Kollektionen führt dazu, dass der Markt mit Kleidungsstücken überflutet wird. Eine im Jahr 2017 durchgeführte Studie zeigt, dass jährlich ca. 92 Millionen Tonnen an Textilien auf der Mülldeponie landen.

Mit recyclebaren, bereits recycelten und kompostierbaren Textilien versuchen Unternehmen heute ein Produkt herzustellen, welches den Einfluss auf die Umwelt verschont. Auch wenn die ökologische Herstellung die Überproduktion an Textilien nicht verhindert, ist es definitiv ein wichtiger Schritt in eine umweltbewusstere Zukunft.

Der Ausbruch der Covid-19 Pandemie im Jahr 2019 hat viele Menschen zum Umdenken gebracht. Verbraucher sind mehr denn je bereit in umweltfreundliche Produkte zu investieren und zögern nicht ein wenig mehr für ein Produkt auszugeben, wenn es aus ökologischer und ethischer Herstellung kommt.

Nun kommt die Frage auf, was ist der Unterschied zwischen Recycling und Kompostierbarkeit? Ist das nicht das Gleiche?

Was ist besser für mein Unternehmen und was kann ich tun, um mein Produkt nachhaltiger zu gestalten?

Recycling

Bei der Sortierung von Stoffen und Textilien gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Textilien können nach Farbe oder Material sortiert werden. Wenn nach Farbe sortiert wird bedeutet das, dass die Faser nicht neu eingefärbt werden muss, was erstens einen Produktionsschritt erspart und zweitens Energie einspart.

Beim Recycling werden die Textilien in ihre Ursprungsform zurückgebracht und zu Fasern geschreddert oder aufgezogen. Diese Fasern werden dann separat oder mit anderen Materialien kombiniert und ein komplett neues Material entsteht. Die wiederverwertete Faser wird bereinigt und kardiert , um dann zu einem neuen Garn versponnen zu werden. Das Garn kann dann zur Fertigung neuer Kleidungsstücke verwendet werden.

Kompostierbarkeit

Rein pflanzlich (Baumwolle, Leinen, Jute, Hanf und Bambus) und tierische (Seide, Wolle, Kaschmir etc.) Textilien sind von Natur aus kompostierbar. Knöpfe, Reißverschlüsse und andere Details nicht tierischen Ursprungs werden wie beim Recycling vor dem Wiederaufarbeitungsprozess entfernt und wiederverwertet.

In der Darstellung finden Sie einen Überblick über industrielle hergestellte und natürliche Fasern.

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Unternehmen sollten darauf achten, dass nicht alle recycelten Stoffe kompostierbar sind, vor allem wenn sie aus synthetischen Stoffen oder Materialmix wiederaufbereitet wurden. Wenn Sie ein Produkt herstellen wollen, sollte auf eine ökologische und nachhaltige Herstellung zurückgegriffen werden - der Umwelt zuliebe.